Tamara Michailowna Butajewa

Tamara Michailowna Butajewa, Tamara Butajewa, Тамара Бутаева — Porträt der Architektin und Verdienten Architektin der RSFSR
Tamara Michailowna Butajewa

Tamara Michailowna Butajewa (25. Juni 1912, Baku — 1. Januar 1998, Wladikawkas) war Architektin und Verdiente Architektin der RSFSR (1974). Sie war das älteste der drei Kinder von Michail Fjodorowitsch und Ekaterina Butajew und die ältere Schwester von Georgi und Boris Butajew.

1936 schloss sie die Fakultät für Architektur und Bauwesen des Aserbaidschanischen Polytechnischen Instituts in Baku ab und wurde nach Nordossetien versetzt. Mehr als sechzig Jahre lang arbeitete sie in den Projektierungsinstituten der Republik in Wladikawkas — Sewosgraschdanprojekt und Sewosgiprogorselstroi — und stieg von der einfachen Architektin zur Chefingenieurin des Instituts auf. Sie arbeitete in der 1. republikanischen Architektur- und Planungswerkstatt (1936–1942), während der Kriegsjahre im Büro Sewosprojekt und 1946–1948 bei Gipromes in Moskau.

Vor dem Krieg entstanden nach ihren Entwürfen ein Kulturhaus und Verwaltungsgebäude in der Siedlung Sadon im Bezirk Alagir. Ihre großen Arbeiten stammen aus den 1950er- und 1960er-Jahren: das Hotel „Kawkas“ (1949, heute Baudenkmal von föderaler Bedeutung), das Nordossetische Theater für Oper und Ballett (1958), das Fernsehzentrum von Wladikawkas mit seinem 196 Meter hohen Turm (1959), das Stadion „Spartak“ (1960–1962) und das Hauptgebäude des Gorski-Instituts für Landwirtschaft (heute Gorski-Staatliche Agraruniversität). Nach ihren Entwürfen wurden außerdem das Lermontow-Theater für russisches Schauspiel in Grosny, ein Sanatoriumskomplex in Kislowodsk und ein zonales Rechenzentrum in Pjatigorsk errichtet; sie erarbeitete Generalpläne für Beslan und für den rechtsufrigen Stadtteil von Magnitogorsk sowie ein Gestaltungsprojekt für die Terek-Uferpromenade.

Tamara Butajewa war auch gesellschaftlich aktiv: Sie war Sekretärin und später Vorsitzende der nordossetischen Abteilung des Architektenverbands der RSFSR und wurde in den 1960er-Jahren zur Abgeordneten des Stadtsowjets von Ordschonikidse gewählt. Sie wurde mit dem Orden „Zeichen der Ehre“ ausgezeichnet.

2012 wurde am Haus Nr. 79 in der Kozojew-Straße in Wladikawkas, in dem Tamara Butajewa gelebt hatte, eine Gedenktafel angebracht (Bildhauer Ruslan Dschanajew).

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